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Spuk im Corbitt-Haus

Zum Auftakt der neuen Kampagne kommen die Investigatoren in einem Landhotel zusammen, in dem sich ihre Wege schicksalsträchtig kreuzten. Beim gemeinsamen Frühstück stolpert Olivia über einen Brief samt beiliegenden Schlüsseln für eine ihr bis dato unbekannte Immobilie in Hamburg. Man beschließt, sich dieses Anwesen gemeinsam anzuschauen.

Der erste Eindruck von dem Steinbungalow am Reiterwall in einem sehr verlassen wirkenden Hamburger Gewerbegebiet zerstört die Hoffnung auf einen schnellen und gewinnträchtigen Verkauf schon nach kurzer Zeit. Das Haus wirkt seit langer Zeit verlassen und die Hinterlassenschaften der Vormieter sind vom Zahn der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Einige Türen in diesem Haus sind mit mehreren zusätzlichen Schlössern versehen, ebenso sind alle Fenster im Erdgeschoss von innen mit Brettern vernagelt.

Nach Durchsicht des Erdgeschosses, welches keine herausragenden Besonderheiten aufweist, widmet man sich dem ersten Stock. Neben einer Falltür zum Dachboden befindet sich neben Eltern- und Kinderschlafzimmer auch noch ein weiterer, anscheinend unbenutzter Raum auf diesem Stockwerk. Die Tür zu diesem offenbar mal als Schlafzimmer genutzten Raumes ist ebenfalls mit mehreren Schlössern verschlossen.

Neben dem Abreißen der Holzverschläge und Öffnen der Fenster widmet sich die Gruppe der Untersuchung des Dachbodens. Sie verbirgt eine kleine Kammer mit einem Schreibpult. Dort finden sich drei Tagebücher, die die Investigaoren sogleich mitnehmen.

Der Nachmittag wird mit dem Studium der drei Bücher verbracht, während Gregor die Strasse und Nachbarschaft weiter erkundet. Dabei entdeckt er in einigen Hundert Metern Entfernung die Überreste einer alten Kapelle, bricht aber aufgrund mangelnder Lichtverhältnisse die weitere Erkundung ab. Außerdem findet er ein merkwürdiges Zeichen am Eingang der Kapelle.

Die Lektüre der Tagebücher, die von einem gewissen Walter Corbitt im 19. Jahrhundert verfasst worden sind, offenbart das monströse Treiben einer Gemeinschaft, die sich als Anhänger des Behüters der Geheimnisse bezeichnet und offenbar zu einer Kapelle der Einkehr gehört. Die Schriften berichten von dem Fund eines sehr alten Buches, anhand dessen schreckliche Rituale von dieser Gemeinschaft durchgeführt wurden. Das Tagebuch endet mit dem Ausblick, dass Walter Corbitt aus diesem Leben scheidet in der Gewissheit, durch sein arkanes Wissen Unsterblichkeit erlangen zu können. Zudem scheint im dritten Buch ein Ritual beschrieben zu sein, welches seine Natur allerdings noch nicht offenbart hat.

Geschockt von diesen Erkenntnissen ziehen sich die Charaktere in Sarafinas Landsitz zurück und verbringen dort die Nacht. Am nächsten Tag beschließt man zunächst einmal ein paar Nachforschungen anzustellen. Der Besuch im Stadtarchiv fördert nicht besonders viel zu Tage, allerdings erhält die Gruppe den Hinweis, das möglicherweise in den Polizeiakten Informationen zu etwaigen Verbrechen zu finden sind. Im Polizeiarchiv findet sich dann tatsächlich ein Eintrag, dass es imJahr 1912 zu einem Einsatz der Polizei in Bezug auf die Kapelle der Einkehr gab. Diese wurde daraufhin geschlossen und der verantwortliche Pastor Michael Thomas zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt. Kurze Zeit später konnte der Pastor allerdings fliehen und der Fall wurde zu den Akten gelegt.

Ein Besuch im Zeitungsarchiv fördert zwei Artikel hervor, die von dem Unglück von einer Vielzahl von Mietern des Hauses am Reiterwall berichten, die offenbar alle nur sehr kurze Zeit dort wohnen konnten. Die letzten Mieter sollen offenbar in eine Psychatrie eingewiesen worden sein, welches sich später durch einen Anruf bestätigen lässt.

Gregor untersucht an diesem Vormittag erneut die Kapelle und stößt auf einen Kellerraum direkt unterhalb des Hauptraumes. Dort sieht er ein merkwürdiges Symbol auf dem Fussbosen, beschließt aber zunächst zu den anderen zurückzukehren.

Am Nachmittag untersuchen die Investigatoren dann gemeinsam die Kapelle und entdecken einen Geheimgang in den Keller. Dort stoßen sie auf die verstorbenen Überreste von drei Kindern, sowie einem Kultisten. Das Symbol am Boden ist offenkundig ein Oktagramm und im Hintergrund des Raumes stoßen sie auf ein sehr altes Buch namens Liber Ivonis. In einem ebenfalls dort befindlichen Schriftstück erfahren sie etwas über ein weiteres Ritual, für das offenbar deutlich mehr Opfer gebracht werden müssen, als es in den Tagebüchern von Walter Corbitt beschrieben war.

Mit diesen grausigen Funden ziehen sich die Abenteurer wieder auf das Anwesen von Sarafina zurück.


Am Mittwoch beschließen die Abenteurer den Tag mit einem erneuten Besuch in der Kapelle zu beginnen. Bei der Rekapitulation der vergangenen Ereignisse war man sich nicht sicher, ob man dort auch wirklich alle Informationen gefunden hatte. Neben dem Buch „Liber Ivonis“ stellen die Charaktere zudem ein Kirchendokument sicher, was Aufzeichnungen über die Zeit nach Walter Corbitts Tod enthält. Auf dem Rückweg zum Auto entdeckt die Gruppe eine Person, die sie offenbart beobachtet. Trotz einer Verfolgung der wie ein Landstreicher aussehenden Gestalt kann diese jedoch entkommen.

Vor dem Mittag entschließen sich die Abenteurer erneut das Stadtarchiv aufzusuchen. Dort werden Informationen über Walter Corbitt, Michael Thomas und weitere Personen aus dem Zirkel der Freikirche eingeholt.

Gegen Nachmittag durchsucht die Gruppe das Haus von Walter Corbitt. Im Keller stoßen sie auf eine gefesselte Person, die sich als ein Journalist namens Karl Kisch entpuppt, der offenbar von einer Bande von Schmugglern hier entsorgt werden sollte. Man beschließt sich auf das Anwesen der Gräfin zurückzuziehen. Die Gruppe tauscht sich flüchtig mit Herrn Kisch aus, der nach eigenen Angaben im Bereich von Kunstschätzen und deren Entdeckung recherchiert.

Am nächsten Tag wird die weitere Untersuchung des Kellers angegangen. Nachdem sich eine Holzwand als nicht massiv herausstellt, wird diese kurzerhand eingerissen. Die nun folgende Begegnung mit einem Rattenschwarm führt zu einigen Verletzungen und dem Einsatz einer Schrotflinte. Nachdem die Ratten aus dem Weg geräumt und die entstandenen Wunden versorgt worden sind, widmet man sich dem Raum hinter der Holzwand. Dort liegt der bereits dort unten vermutete Walter Corbitt, der ganz offenbar nicht verstorben zu sein scheint. Es entbrennt ein wilder Kampf und mit dem gemeinsamen Einsatz von Schrotflinte und Axt kann das Wesen im Keller zur Strecke gebracht werden. Die Überreste werden anschließend im Garten verbrannt und die Asche danach vergraben.

Körperlich sind die Abenteurer weitestgehend unbeschadet, jedoch haben die Ereignisse mental bereits die ersten Spuren bei den Charakteren hinterlassen.


Ursprünglich veröffentlicht auf Chaotisch Neutral.

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  • Zuletzt geändert: 27.08.2015 15:14 Uhr
  • von case