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spielberichte:die_schlucht

Inhaltsverzeichnis

Die Schlucht

von: Blackdiablo

Vorwort

[Dieser Spielbericht ist vor der Veröffentlichung des Abenteuers entstanden. Teile des Spielberichts finden sich in der gedruckten Version des Abenteuers.]

Angesichts der verinnenden Zeit des Untergrund-Abenteuer-Wettbewerbs kam es letzten Freitag zu einem intesiven Testspiel meines eigenen angehenden Beitrags, bei dem auch ein Freund ordentlich mitgewerkelt hat.

Vorher sollte erwähnt werden, dass der One-Shot ziemlich speziell ist, was sich bereits im Setting widerspiegelt: Cthulhu Now in Australien. Im Laufe des Abenteuers wird sich jedoch noch zeigen, dass es noch spezieller ist, als zuvor angenommen. Ausgelegt ist es auf genau zwei Spieler und einen Spielleiter. Einem Two-on-One sozusagen.

Mitspieler waren:

Ein komplett unerfahrener Spieler, der in die Rolle von Jesse Sullen geschlüpft ist.

Der mittelerfahrene Koautor (hat seinen Grund, warum er mitmischt), der Jack Aterlapis gespielt hat.

Tag 1

(Red Dead Redemption „Born Unto Trouble“)

Abgestürzt und ohne Erinnerung:

Jesse fand sich benommen in einer grenzenlosen Schwärze wieder und fühlte plötzlich etwas Klebriges über sein Gesicht fahren. Die Augen vor Schreck aufreißend blickte er in den stinkenden Schlund voller spitzer Zähne. Gleißendes Sonnenlicht blendete ihn, doch schon kurz darauf erkannte er, dass es sich um einen Hund handelte, der ihm neugierig durchs Gesicht schleckte.

Jesse selber saß in einem Auto, die Airbags hatten sich gelöst und pochende Schmerzen gingen von seinem Arm aus. Der Hund hatte seinen Kopf durch die zertrümmerte Windschutzscheibe geschoben und ihn dadurch geweckt. Er blickte entsetzt zu seinem Arm, aus dem eine Glasscherbe ragte. Neben das Auto trat nun ein alt wirkender Mann, der sich ihm als Jack vorstellte und gemeinsam mit Jesse die verklemmte Autotür aufstemmte.

Nach allen Bemühungen riss die Tür auf und stöhnend stürzte Jesse in den rötlichen Sand. Erst jetzt erkannte er, wo er sich befand. Um ihn herum erhoben sich lebendsbedrohlich wirkende Steinwände (etwa 15 m hoch, aber steil und rau) und das Auto, in dem er festgesessen hatte, war vollkommen zertrümmert. Darunter lagen mehrere sonnenverbrannte Holzteile, die wohl einmal ein Holzgerüst gewesen sein mussten.

Ein kurzes Gespräch mit Jack offenbarte, dass Jesse keinerlei Erinnerungen mehr an irgendetwas hatte und Jack selber auch nicht viel mehr wusste. Sie beide hatten einen Auftrag gehabt und Jesse hatte das Auto gelenkt. Der Highway hatte sich gezogen plötzlich waren sie irgendwie von der Straße abgekommen und in den Canyon gestürzt.

Während die beiden noch (vergeblich) in ihren Taschen nach sinnvollen Sachen kramten, kroch der verletzte und etwas wild wirkende Hund vom Auto weg und legte sich sterbend an die Canyonwände. Das Handy von Jesse hatte gerade noch genug Akku, um einen Notruf abzusetzen, nur war erstens selbstredend die Verbindung schlecht und zweitens wussten sie nicht viel Genaueres von ihrem Aufenthaltsort, als dass sie im Outback waren. So ging es erst einmal darum, die Lage zu sondieren.

Die Absturzstelle:

Der Hund hatte eine verletzte, blutende Pfote und wirkte nicht sehr vertrauenswürdig. Er wurde vorerst ignoriert, wenn auch in Anbetracht der Lage und des Hungers der beiden Gestrandeten bereits jetzt in Erwägung gezogen wurde, den Hund im Ernstfall zu essen. Doch erst einmal wurde das Auto der beiden untersucht.

Vorne lagen in einer Pfütze aus Blut und Glassplittern ein zur Unkenntnlichkeit in Rot getunkter Brief:

Hallo Jesse, wir sind uns kaum begegnet, und trotzdem kenne ich dich besser, als du dich kennst. Du bist zerfressen von Schuldgefühlen, verleumdest deine Tugendhaftigkeit, gibst dich äußerlich jedoch unschuldig. Ich habe ihn ertrinken sehen. Und ich habe dich gesehen. Ein Unfall mag anders aussehen, meinst du nicht auch? Nimm dein Auto und fahre die [mit Blut zur Unkenntlichkeit getränkt]

Ratlosigkeit machte sich breit, doch wurde dieses merkwürdige Fundstück zunächst einmal akzeptiert. Im Auto fand sich noch ein Navi, dessen Akku leider leider leider ebenfalls komplett leer war. Leere Plastikflaschen wurden zur Sicherheit eingesteckt und ein Ersatzreifen sollte später noch eine mehr oder weniger große Hilfe werden. Nun ging es zur Erkundung des Canyons.

Autowracks und ein wirklich heißer Bus:

Nicht weit entfernt hinter einer größeren Steinformation, die den weiteren Blick auf den Canyon versperrte, kamen die beiden an ein Sammelsurium an Autowracks an. Die Scheiben waren allesamt nach innen eingeschlagen und einige Türen aufgerissen. Zwischen zerquetschten Stahlteilen hingen von der Sonne und dem Staub mummifizierte Leichenteile. Angeekelt reduzierten die beiden ihre Bemühungen, alles genau zu erkunden und konzentrierten sich erstmal auf einen größeren Schulbus, in dem sie etwas Nahrung oder andere nützliche Gegenstände vermuteten. Beim Eintritt in die halbgeschlossene Tür des Busses, kam Jesse an das heiße Stahl der Außenwände und zog sich fluchend eine unschöne Brandverletzung zu. Drinnen fanden sie einen halbleeren Flachmann mit Gin, mehrere gammelige Schulsachen und sonst … nichts.

Jesse kam die brilliante Idee, dass Busse in den Gepäckverstauräumen an der Seite des Busses häufig Nahrungsmittel, Kühlkästen oder Ähnliches enthalten könnten. Über verschiedenste Autowracks und vorbei an würzig duftenden Leichenarmen und -beinen schwang er sich weiter zum Rand des Busses. Dummerweise war ein Autoschlüssel vonnöten, um eben diese Luke zu öffnen, und so warf Jack den Autoschlüssel zu. Das Werfen war erfolgreich, das Fangen weniger. Der Schlüssel purzelte zwischen Stacheldrahtzaun und Autoteil an eine Stelle, die Jesse lieber nicht erkunden wollte.

Nun bekamen die beiden Durst und Jesse wurde sich zunehmend durch pochende Schmerzen an seinen Arm erinnert. Die Scherbe. Sie musste raus.

Wasser, das keiner trinken möchte:

Beide blickten sich um und sahen auf der anderen Seite des Canyons neben großem Dornengestrüpp eine plätschernde Quelle. Eiligen Schrittes machten sie sich auf dem Weg, doch wurde ihre Freude auf das kühle Nass jäh getrübt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Quell präsentierte sich als modrige und stinkende Lache, die sich in den Plastikflaschen als braungelbe Flüssigkeit präsentierte. Einige Witze, dass Aborigne in der Nähe in das Wasser gesch* hätten, später, ging es zur Sache. Die Scherbe musste raus!

Jack schlug vor Wurzeln, die sie in der der Absturzstelle gesehen hatten, zwischen die Zähne zu nehmen, bevor die Scherbe entfernt wurde, doch Jesses Einwand, dass diese giftig sein könnten und sein Vorschlag, den Gürtel zu benutzen, war mindestens genauso gut. Jacks zweiter Vorschlag, Alkohol über die Wunde zu kippen, führte zwar zu einer Säuberung der Wunde, aber auch zu höllischen Schmerzen. Ohne Zimperlichkeit wurde die Scherbe, die sich als sehr viel länger entpuppte, als zuvor angenommen, herausgezogen und die Blutung, so gut es ging, gestillt. Jesse umfing gnädige Bewusstlosigkeit.

Da sich aber der Tag zum Ende neigte und es in der Nacht im Outback kalt wird, musste das Aufwachen schnell und plötzlich erfolgen. Jack kippte das widerwärtige Gesöff aus der Plastikflasche in Jesses Gesicht. Die Reaktion war wie erwünscht und so konnte die Expedition weitergehen.

Eine Feuerstelle, der Monolith und die erste Nacht:

Im kohligen Unrat einer nahen Feuerstelle fanden sich Zeitungsschnipsel (die unleserlich waren), Papier, eine schwarze fleischige Substanz, schimmelige Konserven und ominöse Werkzeuge aus Knochen. Eben jene Messer wurden vorsorglich eingesteckt. Eine Kolonnie von Ameisen labten sich an den Essensresten, doch die beiden hatten zunächst keine große Lust, den Ameisenbau zu erkunden.

Stattdessen erkundeten sie den zyklopischen, schwarzen Monolithen, der vor ihnen aus dem Boden ragte. Unlesbare (weil fremde) Schriftzeichen rankten sich um die Säule und das obere Ende war in der flimmernden blutroten Sonne kaum auszumachen. Da der Tag sich dem Ende entgegen neigte, wurde unter schwerem Durst und Hunger aus Sträuchern und Holzbrettern bei der Absturzstelle neben den Autos eine kleine Feuerstelle eröffnet. Für die Nacht suchten Jesse und Jack in den naheglegenen Autowracks nach einigen nützlichen Dingen und fanden unter anderem Knicklichter, ein Seil und muffige Decken.

Der Durst war mittlerweile so schlimm, dass sie etwas vom abstoßenden Quellwasser tranken, was die Angelgenheit nicht besser machte. Sie würgten das letzte Essen heraus, das sie noch im Magen hatten, und begannen elend den Schlafplatz zu errichten. Jack stellte sich als erste Wache zur Verfügung. Die Kälte war allgegenwärtig.

Jesse sank in tiefem Schlaf, doch in der Nacht wurde er von einem Kinderschrei geweckt. Er torkelte durch die Schwärze (Jack war nicht auszumachen) und kam an den Rand eines bodenlosen Loches, das sie noch nicht erkundet hatten. Eine bleiche Hand klammerte sich an den Rand des Loches und Jesse half dem Jungen, der gar Jesses Namen kannte, aus dem Loch. Der Junge entblößte sich als kichernde modrig aufgedunsene Leiche, die Jesse panisch in die Schwärze fallen ließ. Schreiend erwachte er aus seinem Traum.

Er übernahm die nächste Wache und Jack legte sich schlafen. In der weiteren Nacht hörte Jesse regelmäßig das schmerzerfüllte Japsen des verwundeten Hundes am anderen Ende der Schlucht.

Tag 2

(Red Dead Redemption „Gunplay“)

Am nächsten Morgen:

Mag es der Schlaf, der unstillbare Durst oder ein Geistesblitz gewesen sein, doch plötzlich wirkte es wie das logischste auf der Welt, das gammelige Wasser abzukochen, bevor man es trank. Also gingen sie zu dem Quell und füllten ihre Flaschen nach, wurden aber von der Überlegung aufgehalten, was der Hund wohl in der Zwischenzeit mache. Eben jener war nicht mehr an seinen Platz und nach einigen Metern wurde Jesse von einer zotteligen, blutigen und kotverschmierten Bestie angefallen. Mithilfe der Knochenmesser konnte das Untier niedergestreckt werden.

Alle moralischen Vorbehalte fallen lassend wurde der Hund ausgeweidet und ein Stück Fleisch auf einem Stück Blech der Autowrachs auf der eigenen Feuerstelle gebraten. Das Wasser wurde auch abgekocht, schmeckte dadurch allerdings auch nicht viel besser. Doch ein Canyon zwingt einen, nicht wählerisch zu sein.

Nach dem Essen ging die Erkundung weiter. Nahe des Lagerfeuers fanden die beiden einen zweiten zerknüllten, merkwürdigen Brief1):

Hallo Emily, ich weiß, was du bist, und ich kann es gerne der Öffentlichkeit preisgeben. Sie werden mir glauben, keine Sorge. Ich habe Fotos von dir und deinen Kunden und ich finde eigentlich, dass du dich nicht zu schämen brauchst. Das aufreizende Kleid, das du trägst und indem du dich immer fühlst, als wärst du die größte Sünderin von allen, steht dir ziemlich gut. Aber was wird Norton sagen? Die kleine Tessy? Vor mir brauchst du keine Angst zu haben, Emily. Betrachte mich wie einen deiner Liebschaften: harmlos, zweifellos pervers, aber durchaus willig, den Mund zu halten. Polizei brauchen wir zwei nicht, du weißt, was letztes Mal geschehen ist, als du auf ihren Schutz gebaut hast. Da nimm lieber deine kleine Spielzeugpistole mit, die du immer zum Schutz bei dir trägst, wenn du „ausgehst“. Oder frag doch gleich deine Freundin, Joey, ob sie auch mitkommen möchte. In deinem hübschen, blauen Ford, in dem du immer deine Kunden „bedienst“, ist doch wohl genug Platz für euch zwei. Nähere Informationen zu meinem Aufenthaltsort bekommst du nach und nach, damit du nicht auf abwegige Ideen kommst. Leidenschaftlich, Deine teuerste Liebschaft

Nun war der Ameisenhaufen dran, über dessen wimmelnden Bulldoggenameisen ein weiterer Zettel thronte. Mithilfe des Ersatzreifens versuchte Jesse (Jack redete sich damit raus, dass er entsetzliche Angst vor Krabbeltieren hätte!) an den Zettel zu kommen. Er erreichte ihn, doch die Viehcher krabbelten ihm in die Kleidung. Ein wildes Durcheinander später hielt er ohne Shirt und mit schmerzendem Arm das Stück Papier, das sich als Zeitungsartikel entpuppte. Drinnen stand, dass ein Busfahrer offenbar eine Schulklasse entführt habe und nicht mehr aufgetaucht sei. Lösegeldanforderungen seien niemals eingegangen! Der Fahrer wurde als Trinker betitelt und die Polizei hatte keine größeren Spuren zu seinem Aufenthaltsort. In anderen Worten: Jesses Bemühungen waren nahezu umsonst gewesen.

Aus Wut ging er zum Dornengestrüpp neben der Quelle und zündete alles an, da er einen geheimen Gang dort vermutete. Die trockenen Äste brannten also, brauchten aber wohl eine Weile, um komplett den Weg freizumachen.

Die Kletterei in den Untergrund:

(Dante's Inferno „Cocytus“)

Jack überredete Jesse mithilfe des Seils in das bodenlos anmutende Loch hinabzusteigen, das ihm bereits in seinem Alptraum verfolgt hatte. Auch wenn er sich sträubte, konnte er überredet werden. Jack selber war zu alt, um so eine riskante Kletterei anzugehen. Das Manöver ging gut, doch plötzlich stürzte Jesse ab und knallte gegen den Stein. Bewusstlosigkeit umfing ihn. In seinem Traum fühlte er sich von unsichtbaren Fängen zerissen und in einen stinkenden Pfuhl hinabgezogen, doch es war nicht viel Zeit zum Träumen. Ein Pfeifen von Wind weckte ihn aus seiner Besinnungslosigkeit.

Er fand sich in einem Tunnelsystem wieder, das teils von fluoriszierendem Moos bewachsen war und an dessen Boden fünf kugelige Abdrücke ab und an zu erkennen waren. Mit einem Knicklicht ging die Expedition los. Immer weiter den Gängen folgend, stieß Jesse auf die Quelle des sonderlichen Windes und rannte schreiend davon. Ein fliegender Polyp verfolgte ihn.

Jesses konnte diesen aber mehr oder minder abschütteln und traf auf einen stinkigen Pfuhl schwarzen Wasser, das von Sonnenstrahlen von der Decke beleuchtet wurde. Entgegen des Abscheus watete er in das Wasser und tauchte ans andere Ende des Tunnels, wo schließlich das Finale entbrannte.

Offenbarungen:

(SAW „Hello Zep“)

Jesse fand sich in einem Raum in der Höhle wieder. Neben Knochen, einer Werkbank, Schränken mit Knochenwerkzeugen und Dynamit (!), stand in der Mitte des Raums auf einem Tisch eine Schreibmaschine. Daneben lagen zerknüllte Zettel. Aus einem weiterführenden Gang drang etwas Rauch in die Höhle, doch der Spieler entknüllte vorerst das verhängnisvolle Stück Papier:

Hallo Jesse, wir sind uns kaum begegnet und trotzdem kenne ich dich besser, als du dich kennst. Du bist zerfressen von Schuldgefühlen, verleumdest deine Tugendhaftigkeit, gibst dich äußerlich jedoch unschuldig. Du hast mich ertrinken lassen. Und ich habe dich gesehen. Ein Unfall mag anders aussehen, meinst du nicht auch? Nimm dein Auto und fahre die Route, die ich in dein Navi programmiert habe. Wenn die Zeit gekommen bist, wirst du wissen, was zu tun ist. Du bist das letzte Teil, das fehlt, und das weißt du. Ich bin deine Gnade, die Erlösung, die Fürbitte, die du solange ersehnt hast. Lass sie dir nicht entgehen. Diese Chance. Du hast mir sehr wehgetan, Jesse, du bist an allem Schuld. Nun nimm diese Chance an und stirb, um mich endgültig verleugnen zu können. Das ist doch, was du immer wolltest, oder nicht? Willst du nicht auch all die Menschen vergessen, die du in diese Schlucht gelockt hast? Jack

Eisiges Entsetzen packte Jesse, während vor ihm plötzlich Jack wie aus dem Nichts auftauchte. Ein spöttisches Grinsen verzog seine Lippen zu einer Grimmasse. Aus Panik über die eigenen Taten rannte Jesse dem Rauch entgegen und fand sich in einem höllischen Inferno aus brennendem Stachelgestrüpp wieder! Eben das Gestrüpp, das er selber angezündet hatte, bevor er das Loch hinabgestiegen war!

Seine Kleidung fing Feuer und er schlug sich durch die schmerzenerfüllende Wand aus Feuer und versuchte seinen geschundenen Körper im Quell modrigen Wassers zu retten. Doch es war bereits zu spät. Jesse starb und das Letzte, was er sah, war Jacks sich auflösender Körper, der triumphierend vor ihm stand.

Fazit:

Das erste Testspiel war ein voller Erfolg! Besonders loben möchte ich an dieser Stelle beide Spieler, die wirklich ganz ausgezeichnete Ideen hatten (die allerdings nicht alle in diesem Bericht untergekommen sind). Im Speziellen Jacks Rolle ist, wie man sich unschwer vorstellen kann, eine sehr schwere, da er passiv versuchen muss, Jesses Lage zu verschlimmern, ohne gleichzeitig zu verdächtig zu werden. Und das Ganze noch, ohne selbst physisch aktiv zu werden! Er personifiziert quasi den Monolithen, der Jesse über die Jahre zu den Taten und zuletzt in den Selbstmord getrieben hat. Deswegen hielt ich es für angebracht, beim ersten Testspiel eben den Koautor dafür zu involvieren.

Insofern kann man beinahe eher davon sprechen, dass es zwei Spielleiter und einen Spieler gibt, der nichts von der wahren Gesinnung seines Mitspielers ahnt. Ich hoffe mal, das meiste, was ich ausdrücken wollte, ist verständlich geworden, denn ich merke einmal mehr, dass mein Spielbericht die Toleranzgrenze überschreitet. ;)

Das ist jedenfalls der Spielbericht zur Demo-Version meines Untergrund-Beitrages, den ich nur schonmal zur Verfügung stellen wollte, um anderen von diesem gelungenen Abend (3 1/2 hrs) berichten zu können. Alle waren schwer begeistert! Aber jetzt geht es erstmal um Feinarbeiten, weitere Testspiele und Ausformulierung aller Sachen, und ich hoffe sehr, bis zum 31.1. fertig zu werden.


Ursprünglich veröffentlicht im Cthulhu Forum

1)
Das Emily-Handout ist aus Platzgründen nicht in der gedruckten Version des Abenteuers verfügbar.
spielberichte/die_schlucht.txt · Zuletzt geändert: 28.10.2015 23:07 Uhr von blackdiablo