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​Averoigne

Averoigne ist eine fiktive Provinz im feudalistischen Frankreich aus der Feder Clark Ashton Smith' (siehe Averoigne-Zyklus). Jener Landstrich ist von Dämonen, Hexen und Aberglauben bevölkert und bietet auf diese Weise eine Art Pendant zum modernen Arkham.

Gegründet wurde Averoigne durch die gällischen Averoner. Zu jener Zeit bestimmten vor allem Druiden das religiöse Meinungsbild, wurden jedoch von missionierenden Christen nach und nach verdrängt. Dennoch finden sich im Mittelalter, in welchem die meisten Kurzgeschichten angesiedelt sind, zahlreiche Zauberkundige, die teilweise gar von den Christen geduldet und toleriert werden.1) Auch der Mythos wird am Rande in Form von Sodagui und Iog-Sotôt erwähnt. Zudem nennen die Kurzgeschichten häufiger Lilith, die womöglich die für sie typische Magie an die Bewohner Averoigners weitergegeben hat.

Das Landschaftsbild ist geprägt durch die Stadt Ximes, die bedeutsame Festungsstadt Vyônes, in der sich auch die oft erwähnte Kathedrale befindet, und die Burg Ylourgne. In Chauteux des Faussesflammes2) residiert ein vampirischer Schlangenmensch und wird daher gemieden. Das Kloster Périgon beherbergt nicht nur die Bestie von Averoigne, sondern dort wird auch die verwunschene Venus-Statue entdeckt. In Averoigne ist La Frenâie ein beliebter Trunk, der jedoch für manche Gemüter zu stark zu sein scheint.

Gaspard du Nord zeichnet sich nicht nur durch seine Übersetzung vom Buch des Eibon aus, sondern ist zudem der Retter von Averoigne, der das Land von den brutalen Übeltaten des Koloss von Ylourgne befreite.

  • 475: Die Druidin Moriamis manipuliert den Zeitreisetrank von Ambrosius und bringt ihn somit dazu, bei ihm zu bleiben.
  • 1138: Vyônes wird von den Wasserspeiern heimgesucht.
  • 1175: Ambrosius verschwindet mit dem Buch des Eibon im Gasthaus Bonne Juissance und erwacht im Jahr 475.
  • 1198: Heiligsprechung des Azédarac, dem Bischof von Ximes, nachdem er spurlos verschwand. Angeblich soll er gen Himmel gefahren sein. Das unvollständige Fragement The Doom of Azédarac weiß jedoch zu berichten, dass dieser in eine andere Dimension versetzt worden ist.3)
  • 1200: Der Gastwirt der Bonne Juissance verstirbt. Sein Sohn übernimmt das Geschäft und benennt das Gasthaus zu Haute Espérance.
  • 1230: Ambrosius versetzt sich mit dem manipulierten Trank in dieses (falsche) Jahr und entscheidet sich im Jahr 475 zu bleiben.
  • 1281 (Frühling): Nathaire und seine Adepten verschwinden auf sonderbare Art und Weise. So scheinen alle Toten aus ihren Gräbern zu erwachen. Der Koloss von Ylourgne wütet durch das Land und bringt Tod und Verderben. Gaspard du Nord hält ihn auf.
  • 1369 (Sommer): Die Bestie von Averoigne treibt ihr Unwesen, nachdem ein roter Komet über dem verruchten Land aufgetaucht ist.
  • 1550 (April): In dem Kloster Périgon entdecken einige Mönche die verhängnisvolle Venus-Statue.
  • 1789 (November): Der Bericht von Christophe Morand wird gefunden. Er berichtet über die Schrecken des Chateux des Fauxflammes.
  • 1931 (Frühling): Nahe des Chateux des Fauxflammes werden mehrere merkwürdig gut erhaltene Leichen geborgen und dem Museum in Out of the Aeons beigefügt.
  • Averoigne entlehnt seinen Namen von Auvergne.
  • Ironischerweise wird der Name Averoigne zum ersten Mal in The End of the Story genannt. Gleichzeitig ist jene Kurzgeschichte am spätestens angesiedelt von allen Geschichten des Zyklus (1789 wird der Bericht, den die Erzählung wiedergibt, gefunden), weswegen der Titel rückwirkend passt.
  • In den Geschichten des Zyklus existieren zwei Théophile, die jedoch unmöglich die selbe Person sein können, obwohl sie beide Geistliche sind.

1)
So wird Azédarac (durch eine List) gar heilig gesprochen. Gaspard du Nord ist der Retter Averoignes. Gilles und Sabine Grenier in The Mandrakes dürfen vorbehaltlos Liebestränke brauen.
2)
franz. Schloss der Falschen Flammen
  • orte/averoigne.txt
  • Zuletzt geändert: 25.08.2016 18:44 Uhr
  • von blackdiablo