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Yig

Yig (auch „Vater der Schlangen“1) genannt) ist ein Großer Alter, der als ein reptilienartiges Wesen in Erscheinung tritt: abwechselnd als riesige Eidechse, als Schlange oder als riesiger geschuppter Humanoid. Er selbst neigt zu launenhaften Ausbrüchen; er ist genauso schnell wütend und zerstörerisch, wie er dann wieder gnädig und wohlwollend zu stimmen ist. Jeder, der seine Schlangen nicht respektiert, wird getötet oder selbst in eine Schlange bzw. einen Schlangenmenschen verwandelt. Derjenige, der sie ehrt, wird gutartig behandelt. Er ist zu jedem Schlangenwesen ein liebender Vater.

Herausragend ist zudem seine Bezeihung zu Yidhra.

  • „Yigs Fluch“2)
  • absolute Kontrolle über Reptilien
  • Rufen von Reptilien an jedem Ort

Die Lebewesen, die Yig wirklich anbeten, sind seine eigenen Kinder: Schlangen und Schlangenmenschen. Andere Kulte schützen sich lediglich vor seinem Zorn und koexistieren mit ihm und seinen Kindern. Die Indianer in Oklahoma opfern jedes Jahr zur Zeit der Maisernte Mais und versuchen ihn und seine Kinder, wenn er hungrig wird, fern zu halten und gnädig zu stimmen, damit sie sich andere Opfer suchen. So taten es auch die Pioniere, welche sich die Riten von den Ureinwohnern abschauten und beibringen ließen. Jene Riten sollen furcheinflößend sein.3) Sie enthalten mitunter Menschenopfer und Orgien.

Die Menschen von K'n-yan verehren Yig mit aufwändig kontruierten Schreinen, die das Leben symbolisieren. Das Schlagen seines Schwanzes regelt Tag- und Nacht-Zyklen in der unterirdischen Welt; seine Häutung das Vergehen von anderthalb Jahren. Der Tsathoggua-Kult rivalisierte mit seinem, ging jedoch im Laufe der Jahre verloren.4)

Zudem steht er in prähistorischen Zeiten mit seinem Hohepriester T'yog gegen Ghatanothoa. Insofern beten auch gewöhnliche Menschen den Schlangen-Gott an.

Quetzalcoatl (übersetzt „leuchtende Schwanzfederschlange“) ist eine Gottheit aus verschiedenen antiken Mythologien. Er gilt als Prototyp für Yig. Die Tolteken beteten ihn als Schöpfergott an, dessen Herz der Morgenstern darstellt. Die Azteken behandelten ihn als Gott des Windes, des Himmels und der Erde, und somit einen Schöpfergott. Die Mayas beteten ihn unter dem Namen Kukulcan an, symbolisch für die Auferstehung und die Vollkommenheit der vier Elemente (Er besteht aus einem Geier → Luft, einer Eidechse → Feuer, einer Maispflanze → Erde und einem Fisch → Wasser), auch die Quiché-Indianer nannten ihn Q'uq'umatz.

In jeder dieser Mythologien ist er ein sehr wohlwollender Gott und symbolisiert neben Herrschaft immer eine Form des Lebens oder der Vollkommenheit, außerdem ist er immer ein geschupptes Mischwesen.

  • Yig kommt auch in dem Rollenspiel Pathfinder vor, ebenfalls als Schlangengott und als der gutartigste seines alten Geschlechts.
  • In Dungeons and Dragons gibt es ebenfalls Yig; hier ist „er“ allerdings weiblich, sein Verhalten ist nahezu deckungsgleich.
  • Eine Passage in Out of the Aeons referiert zunächst über Shub-Niggurath, Yig und Nug und Yeb, die allesamt auf einer Seite stehen. Kurz danach ist die Rede von „Shub-Niggurath und ihren Söhne“5), die gemeinsam große Macht beherbergen. Handelt es sich um eine Mutter und ihre Söhne?

1)
Orginaltext (Lovecraft: The Mound): „Father of Snakes“
2)
Segnung des Yig, Verwandlung in einen Schlangenmenschen. In The Curse of Yig gebiert die verfluchte Frau 9 Monate nach ihrem Tod vier Schlangenmenschen, welche nicht zu altern scheinen.
3)
Vgl. Orignaltext (Lovecraft: The Mound): „[T]he rites of Yig, Father of Snakes, can get a real shudder out of me any day.“
4)
Vgl. Lovecrafts The Mound
5)
Originaltext (Lovecraft: Out of the Aeons): „Shub-Niggurath and her sons“
  • grosse_alte/yig.txt
  • Zuletzt geändert: 18.12.2016 13:34 Uhr
  • von blackdiablo