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Rlim Shaikorth

Rlim Shaikorth, der Weiße Wurm, ist ein hyberboräischer Großer Alter, dessen Geschichte im neunten Kapitel des Buch des Eibon erzählt wird. Mit seinem Gletscher Yikilth aus dem Norden reisend, überzieht er alle Ländereien mit Eis und Tod. Dafür nutzt er einen weißen Lichtstrahl, der vom Gletscher erzeugt wird. Von ihm verursachte Vereisungen sind immun gegen Feuer.1) Je länger er reist desto mehr wächst sein Körper an. Dieser wird wie folgendermaßen beschrieben:

„Er hatte eine Art Ähnlichkeit mit einem fetten, weißen Wurm; sein Ausmaß ging jedoch weit über den eines Seeelefanten hinaus. Sein geringelter Schwanz war so dick wie die mittleren Teile seines Körpers und seine Vorderpartie erhob sich von einem Podest in der Form eines weißen, runden Tischs […]. Und mitten durch sein Antlitz verlief undeutlich ein Mund von einer Seite zur anderen anderen […], ein bleiches und zungen- wie zahnloses Maul, das ununterbrochen aufging und sich dann wieder schloss. Die Augenhöhlen Rlim Shaikorths lagen nah aneinander zwischen seinen flachen Nüstern, und in ihnen fanden sich keine Augen, nur dann und wann kugelartige Gebilde wie aus Blut, die die Form von Augäpfeln besaßen, und immer wieder platzte eines von ihnen und tropfte auf das Podest. Und vom vereisten Boden der Kammer erhoben sich zwei Türme wie Stalagmiten, lilafarben und dunkel wie gefrorenes Blut, die dem endlosen Tropfen der Kugeln entstammten.“2)

Die Prophezeiung seiner Ankunft des Propheten Lith lautet:

„Da gibt es den Einen, der einen Ort äußerster Kälte bewohnt und der dort Atem schöpft, wo niemandem sonst zu atmen gestattet ist. In den kommenden Tagen soll Er über die Inseln und Städte der Menschen hereinbrechen und den Wind als ein weißes Unheil mit sich bringen, der in seiner Behausung schlummert.“ 3) Interessanterweise scheint er Ruhephasen auf seinen Reisen zu benötigen, die während jeder Mondfinsternis angesiedelt sind.

Nachdem Rlim Shaikorth im Schlaf erschlagen worden ist, schmilzt sein schwarzes heißes Blut seine Behausung und er geht mit ihr unter.

  • Eisverheerungen
  • Immunität gegen Kälte und Unsterblichkeit verleihen
  • Seelen fressen
  • Allwissenheit und das Wissen der verschlungenen Opfer

Diejenigen, die ihm und Yikilth folgen und anbeten, sind mit einem Eisfilm überzogen, die ihnen die Menschlichkeit raubt. Jene Anhänger sind Überlebende der Eiszeit des Weißen Wurms, die er absichtlich am Leben gelassen hat. Nach dem letzten Ritual der Huldigung verleiht er ihnen Immunität gegen Kälte und Unsterblichkeit. Ihre Rituale finden im Takt der herunterfallenden Blutstränen ihres Herrn statt.

Rlim Shaikorth präferiert Magier als sein Gefolge, da nur diese in der Lage sind, von ihm gesegnet zu werden. Dennoch steht er ebenso in enger Beziehung zu den Polarwesen und Aphoom Zhah, die ihm folgen.4)

  • Wie viele Wesen von Clark Ashton Smith ist Rlim Shaikorth problemlos in der Lage, mit Menschen zu kommunizieren.5)
  • Vermutungen nach handelt es sich bei dem gräulichen Licht, das aus dem Eisberg Yikilth gedrungen ist, um Aphoom Zhah, der die Eiszeit über Hyperborea gebracht hat und die Prophezeiungen des Lith damit bewahrheitet hat.
  • Unter seinen Anhängern herrschte die große Streitfrage, was der Weiße Wurm frisst. Die Herzen von Eisbären? Seine bisherigen Anhänger? Oder muss er in Yikilth nichts zu sich nehmen? Fest steht für sie jedenfalls, dass die Intervalle, in denen er sich Nahrung zu sich nehmen muss, immens sind.
    • Zu ihrem Leidwesen stellt sich jedoch heraus, dass Rlim Shaikorth seine Anhänger verschlingt und gar ihre Seelen mitfrisst. Dann sind sie in ihm gefangen und eins mit dem Weißen Wurm.
  • Rlim Shaikorth ist einer der wenigen Großen Alten, die getötet wurden. Ob er zurückkehren kann, ist nicht bekannt.
  • Rlim Shaikorth ist nach der Fertigstellung des Brettspiels Arkham Horror der erste waschechte Große Alte, der neu in den Kanon der Arkham Files eingearbeitet wird. Vorher bedienten sich die Spiele stets der bereits etablierten Wesenheiten. Er erscheint in Das Grauen aus dem Eis mitsamt einer bisher ungesehenen Illustration.
  • Seinen Dienern Kälteimmunität zu verleihen, ist ein Motiv, das auch bei Ithaqua zu finden ist.

1)
Vgl. Originaltext (Smith: The Coming of the White Worm): „Naught but the raiment of the marble corpses had been consumed; and they shone white as moon-washed marble above the charrings of wood; and nowhere upon them was there any blackness from the fire.“
2)
Originaltext (Smith: The Coming of the White Worm): „Something he had of the semblance of a fat white worm; but his bulk was beyond that of the sea-elephant. His half-coiled tail was thick as the middle folds of his body; and his front reared upward from the dais in the form of a white round disk […]. And amid the visage a mouth curved uncleanly from side to side […], opening and shutting incessantly on a pale and tongueless and toothless maw. The eye-sockets of Rlim Shaikorth were close together between his shallow nostrils; and the sockets were eyeless, but in them appeared from moment to moment globules of a blood-coloured matter having the form of eyeballs; and ever the globules broke and dripped down before the dais. And from the ice-floor of the dome there ascended two masses like stalagmites, purple and dark as frozen gore, which had been made by the ceaseless dripping of the globules.“
3)
Originaltext (Smith: The Coming of the White Worm): „There is One that inhabits the place of utter cold, and One that respireth where none other may draw breath. In the days to come He shall issue forth among the isles and cities of men, and shall bring with Him as a white doom the wind that slumbereth in his dwelling.“
4)
Vgl. Carter The Light from the Pole
5)
Vgl. Originaltext (Smith: The Coming of the White Worm): „[I]t seemed that a voice spoke; and the voice was like the sound of some hidden cataract in a glacier hollow with caverns.“
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  • Zuletzt geändert: 19.11.2016 22:25 Uhr
  • von blackdiablo