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Lilith

Lilith, die erste Zauberin1), ist eine sumerische Gottheit, die auch in vielen anderen Kulturen ihren Einfluss ausgeübt hat. Sie ist die erste Frau Adams. Im Cthulhu-Mythos gehört sie den Großen an und stellt eine böswillige Fruchtbarkeitsgöttin dar, die selber sinnlich und tödlich zugleich sein soll. So besitzt sie eine monströse und eine humanoide Form.

Die Ambivalenz der Göttin fängt Smith in seinem Gedicht: The Tears of Lilith ein:2)

O lieblicher Dämon, Du halbgöttliche!
Gift und Zuckerwasser und Galle,
Honig und Akonitum und Wein
Verschmischt euch, um Deinen Mund zu schaffen-

Es ist jener Mund, den ich liebe, noch mehr aber
Sind es Deine Tränen, nach denen es mir verlangt-
Deine Tränen gleich Wasserfontänen, die fallen
In Gärten rot, satanisch;

Oder gleich der Tränen von Nebel und Feuer,
Vom Mond geweint, welchen Zauberer nutzen
Für geheimnisvolle Runen, wenn sie
Silbrige Liebestränke benötigen, süß wie auch grauenhaft.

Abgesehen von ihrem Auftauchen in realen Kulturen (siehe Wikipedia), ist es gut möglich, dass sie in ​Averoigne angebetet wird. Erstaunlich häufig fällt ihr Name in den dämonenbevölkerten Geschichten und nicht selten kehrt der Topos eines Liebestranks bei Smith auf. Allerdings wird eine konkrete Anbetung nie explizit erwähnt.

Im Gegensatz dazu ist der satanische Kult in Red Hook in New York ihr und vielen weiteren Dämonen gefügig.

  • Sinnestäuschungen
  • Fruchtbarkeitsmagie
  • Die Mutter der Kröten aus der gleichnamigen Kurzgeschichten vereint ebenso das außerordentlich Hässliche mit Lieblichkeit mithilfe ihrer Zauberkraft. Aus diesem Grund wird sie mit Lilith verglichen.

1)
Originaltext (Smith: Mother of Toads): „the first witch“
  • die_grossen/lilith.txt
  • Zuletzt geändert: 29.04.2018 10:54 Uhr
  • von case