Cthulhu-Mythos

Mit dem Cthulhu-Mythos bezeichnet man ein Paradigma, welches ursprünglich von H. P. Lovecraft entwickelt worden ist und im Anschluss von vielen anderen Autoren aufgegriffen und weiterentwickelt wurde. Der Name selbst stammt von August Derleth, einem Autorenkollegen und Freund von Lovecraft. Der Grundgedanke des Mythos umfasst die Vermutung, dass die Welt, die wir wahrnehmen, nur einen Bruchteil dessen bezeichnet, was tatsächlich vor sich geht. Kräfte, die außerhalb unserer physikalischen Gesetze und der menschlichen Vorstellungskraft existieren, regieren alles, was für uns wahrnehmbar ist - zu unserem Glück aber, ohne uns dabei zu bemerken.
Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass gewisse Umstände, ob nun absichtlich oder unabsichtlich, dafür sorgen, dass Wesenheiten auf die Erde kommen, um mit dem irdischen Geschehen zu interferieren. Jeder normale Mensch, der mit diesen Kräften in Kontakt kommt, verfällt unweigerlich dem Wahnsinn, sobald er gezwungen ist zu erkennen, dass sein komplettes Leben allein von der Barmherzigkeit unaussprechlicher Abscheulichkeiten abhängt. Die bekannteste dieser Abscheulichkeiten und auch der Namensgeber des Mythos ist natürlich der Große Cthulhu, dessen Erwachen die Wiederaufstehung aller Großen Alten signalisiert - und damit das Ende der uns bekannten Welt.
Es ist möglich, die bekannten Kreaturen, die dem Mythos angehören, lose in Kategorien nach ihrer Lebensweise und ihrer Macht einzuordnen. Auch ist bei den Menschen Literatur erschienen, die von jenen geschrieben wurde, die den Vorhang der Realität ein wenig zu lüften begonnen haben, ohne dabei sofort wahnsinnig zu werden. Hier finden sich oft Spuren des Grauens, das alles zu vernichten imstande ist.

Der Kosmos um den Cthulhu-Mythos ist ein grausamer und furchteinflößender, in dem der Mensch nur eine kleine unbedeutende Rolle spielt und meist nur der Beobachter grauenvoller Ereignisse ist. Hier ist nicht der Mensch die Krone der Schöpfung, sondern selbst niedere Dienerrassen, sind ihm meist überlegen. Der Mensch ist nichts weiter als ein Spielball der Launen größere Mächte. Hierbei gibt es verschiedene Einteilungen in Arten von Wesen. Die Äußeren Götter sind wahre Götter, welche meist ein übergeordnetes Prinzip wie Chaos, Geburt oder auch das Raum-Zeit-Kontinuum verkörpern. Die Großen Alten sind gottgleiche Kreaturen aus dem All, die wie der Schläfer über Träume und Visionen mit den Sterblichen kommunizieren, damit jene einen Kult gründen und ihr Leben ihrer Anbetung verschreiben. Die Älteren Götter sind weniger mächtige Kreaturen, welche früher schon von Menschen angebetet wurden. Als Beispiele sind Isis aus dem ägyptischen Glauben oder Hypnos aus der griechischen Mythologie zu nennen. Sie sind dem Menschen gegenüber nicht immer feindlich gesonnen, interessieren sich entweder nicht für die Handlungen der Menschen oder sind ihnen gar freundlich gesonnen. Die Großen sind patronenhafte Gestalten aus den Traumlanden, die deutlich den vorher beschriebenen Klassen untergeordnet sind.

Im Cthulhu Mythos spielen Kultaktivitäten eine entscheidende Rolle. Neben menschlichen Anhängern gibt es jedoch viele weitere Kreaturen, die den einzelnen Mitgliedern des Pantheons zugehörig sind. Beispielsweise werden Byakhees dem Unaussprechlichen und Sternengezüchte Cthulhu zugeschrieben. Außerdem gibt es unabhängige Rassen, die keiner Gottheit dienen und ihre eigenen Zwecke verfolgen. Hierzu gehören zum Beispiel die Dholen.

Pantheon

in Arbeit

Die 7. Edition von CTHULHU ordnet den Pantheon des Mythos neuerdings wie folgt:

  • Gottheiten bzw. „Die Gottheiten des Mythos“1)
    • Äußere Götter
    • Ältere Götter
    • Andere Götter
    • Die Großen Alten
  • Mythos-Rassen bzw. „Die Monster des Mythos“2)
    • Dienerrassen
    • Unabhängige Rassen
  • Traditionelle Schrecken
  • Tiere

Siehe GRW S. 21 Kasten „Was weggelassen wurde“. Dazu widersprüchlich S. 283ff.

Mythos-Werke

Artefakte des Mythos

Weitere wichtige Mythos-Autoren


1)
GRW, S. 316
2)
GRW, S. 287
  • cthulhu-mythos.txt
  • Zuletzt geändert: 26.02.2017 17:34 Uhr
  • von case