[[autoren:richard_f._searight]]

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autoren:richard_f._searight [23.09.2018 21:50 Uhr]
black_juju [Richard F. Searight]
autoren:richard_f._searight [24.09.2018 09:31 Uhr] (aktuell)
blackdiablo [Richard F. Searight]
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 +====== Richard F. Searight ======
 +
 +**​Richard F. Searight** wurde 1902 als Sohn eines Künstlerehepaars geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren konnte er lesen und begann, ​
 +sich mit Begeisterung durch die Weltliteratur zu arbeiten, wobei er eine besondere Vorlieben für phantastische Geschichten und Poesie ​
 + ​entwickelte. Aber auch klassische Musik war eine Leidenschaft. Noch als Jugendlicher verließ er sein Elternhaus, um die Highschool
 + ​abzubrechen und in Chicago Piano und Orgel sowie Violine zu studieren. Er brachte die Studien nicht zu Ende, Musik blieb aber sein ganzes Leben
 + lang ein wichtiger Bezugspunkt für Searight.
 +
 +Er ging zurück in seine Geburtsstadt Manistee, Michigan und arbeitete als Nachtportier,​ ließ sich aber nebenher zum Telegraphen ausbilden, ​
 +wurde also mit dem Morse-Alphabet und der entsprechenden Technik vertraut gemacht. Seinerzeit eine wichtige technische Einrichtung,​ bekam 
 +er einen Job bei Western Union, die ihn im ganzen Staatsgebiet einsetzten. Dadurch lebte er auch in Detroit, wo er später zu den „Detroit News“ ​
 +wechselte und auch zeitweise für Autofirmen arbeitete. In dieser Zeit begann Searight, selbst zu schreiben. 1924 verfasste er auf Anregung eines 
 +befreundeten Chemikers die Geschichte „The Brain in the Jar“ (Bei [[verlage:​festa_verlag|]] als „Das Hirn“ erschienen),​ die direkt von „Weird Tales“ gekauft wurde und 
 +von den Lesern zur Story der Ausgabe gewählt wurde. Mehr schrieb Searight dann allerdings erstmal nicht, seine Arbeit spannte ihn arg ein. 
 +1925 heiratete er zudem und gründete einen Haushalt in Detroit. In den späten 20ern widmete er sich auch der Freimaurerei und das Ehepaar Searight ​
 +bekam eine Tochter. Er erlangte ein Diplom an einer „Business School“ und veränderte sich beruflich. Zum Schreiben blieb offenbar wenig Zeit.
 +
 +In den 30ern kehrte seine Kreativität aber zurück und er begann wieder mit dem Verfassen unheimlicher Geschichten und Gedichte, die er ab 1933 zunächst ​
 +in „Wonder Stories“ platzieren konnte (dabei auch eine Kurzgeschichte mit dem Titel „The Cosmic Horror“). Als er auf Geschäftsreise nach Chicago kam, 
 +besuchte er dort Farnsworth Wright, den damaligen Herausgeber von „Weird Tales“. Searight rief in dessen Büro an und tat kund, wieder mehr schreiben zu wollen. ​
 +Obwohl im persönlichen Kontakt freundlich und verbindlich,​ war Wright immer auch für seine teils absurden Ablehnungen von Geschichten bekannt, die bei ihm 
 +eingereicht wurden. Wright gab Searight den Ratschlag, die eigenen Stoffe von [[autoren:​howard_phillips_lovecraft|]] überarbeiten zu lassen, der von Providence aus eine exzellente ​
 +Tätigkeit als Revisor anbiete. Wright teilte die Adresse mit und Searight schrieb an Lovecraft, was zu ihrer Brieffreundschaft bis zum Tode des Autors in 1937 
 +führte. Lovecraft nahm die Anfrage wie immer sehr freundlich auf, lobte Searights erste Story aus der Erinnerung, lehnte eine Überarbeitung von dessen Texten ​
 +aber ab. Er unterzog sie stattdessen einer kritischen Analyse und las sie Korrektur. Eine Namensnennung bei Veröffentlichung dafür lehnte er ebenso ab. Er ließ 
 +den Autor aus Detroit wissen, dass er technisch gut genug sei, jedoch mit der Wahl seiner Thematiken sorgfältiger sein müsse, diese seien nicht besonders originell.
 +
 +Die Männer blieben darüber hinaus in Kontakt und tauschten sich über Jahre in Briefen und auf Postkarten über diverse Themen aus. Searight war wie Lovecraft nicht 
 +akademisch gebildet, aber ein ebenso breit interessierter Autodidakt mit großer Freude an Literatur und anderen kulturellen Aspekten. Besonders trafen sie sich bei 
 +genealogischen Themen, amerikanischer Frühgeschichte und der dazugehörigen Architektur. Searight konnte, ähnlich wie HPL, mütterlicherseits seine Wurzeln bis ins alte 
 +England zurückverfolgen. Seine erfolgreichste Kurzgeschichte erschien 1934 unter dem Titel „The Sealed Casket“ (bei Festa als „Die versiegelte Urne“ publiziert),​ eine 
 +Mythos-Story,​ in die sein Interesse an altertümlichen Kulturen und Frühgeschichte einfloss. Ein erhoffter finanzieller Erfolg sollte sich allerdings nicht einstellen ​
 +und das Familienleben nahm Searight zusätzlich sehr in Anspruch, sodass er sich in den 40er Jahren dazu entschloss, den Schreibtisch dauerhaft zu räumen und sich 
 +ganz ins Privat- und Geschäftsleben zurück zu ziehen. Dennoch blieb er mit seinen relativ wenigen einschlägigen Geschichten unter Liebhabern ein Geheimtipp und bis zu 
 +seinem Tode im Jahr 1975 wurde er immer wieder von Interessenten wie Edward P. Berglund kontaktiert. ​
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 +===== Werke =====
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 +===== Weblinks =====
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 +===== Siehe auch =====
 +{{backlinks>​.}}
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 +{{tag>​Autor}}
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  • autoren/richard_f._searight.txt
  • Zuletzt geändert: 24.09.2018 09:31 Uhr
  • von blackdiablo