Jean Marie Mathias Philippe Auguste Graf von Villiers de l Isle-Adam

​Jean marie mathias philippe auguste graf von villiers de l isle-adam (7.11.1839 bis 18.08.1889) war ein französischer Schriftsteller. Der Bretone entstammte einem verarmten Adelsgeschlecht und erwarb sich bereits vor seiner Volljährigkeit einen nicht unbeachtlichen Ruf als Dichter. Seine Familie siedelte über nach Paris, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbringen sollte. Er lebte dort von seiner Schreiberei mehr schlecht als recht und musste sich immer wieder mit niederen Tätigkeiten über Wasser halten. Ein Zeitungsprojekt reüssierte nicht, ein durch Fürsprache seines Freundes Alexandre Dumas auf die Bühne gelangtes Theaterstück sorgte für Empörung. Auch eine angestrebte Karriere in der Bezirkspolitik scheiterte.

Erst in den 1880er Jahren konnte Villiers de L’Isle-Adam effektiv von seiner Autorschaft leben. In dieser Zeit erschienen mehrere Bände mit „Grausamen Geschichten“ („conte cruel“), die sich im Grenzbereich von Symbolismus und Phantastik bewegen. Lovecraft erwähnt besonders die Kurzgeschichte „Die Marter der Hoffnung“ als für manchen Leser zu den erschreckendsten der Literatur gehörig.

Lange konnte Villiers de L’Isle-Adam seinen Erfolg jedoch nicht genießen. Er erkrankte an Krebs und starb 1889 in Paris. Er gilt heute als einer der Begründer des französischen Symbolismus in dessen Spannungsfeld zwischen Phantastik und Dekadenz.

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  • Zuletzt geändert: 07.11.2018 19:51 Uhr
  • von black_juju