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Yidhra

Yidhra ist eine Äußere Göttin (auch Yee-Tho-Rah, Gebieterin über Geburt und Tod oder Traumhexe genannt), die für das Leben steht. Jegliches Leben im Universum liegt ihr zugrunde, begann mit ihr und wird mit ihr enden. In der Kurzgeschichte Where Yidhra Walks von Walter C. DeBill, in der der Protagonist Peter Kovacs in einer Stadt namens Milando durch einen Sturm, der die Brücken zur Durchreise überschwemmte, festsitzt und sich mit den verschlossenen Einheimischen unterhält, berichtet er:

„Ich bemerkte das Geräusch der Tür nicht, bis ich die Augen des Barkeepers sah, wie sie hinter mich starrten, und die Totenstille an den Tischen hörte. […] Als ich mich umdrehte, blickte ich der attraktivsten Frau, die ich jemals gesehen hatte, in das Gesicht. Ich wusste nicht, was mich an ihr faszinierte, und ich weiß es bis heute nicht. Sie war groß, sehr schlank, fast eckig und doch anmutig. […] Das längliche, ovale Gesicht mit der kurzen, geraden Nase und dem ehrwürdigen Mund war hübsch, doch sie war weitaus schöner als jedwedes erdenkliche andere Zusammenspiel physischer Erscheinung. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, es könnten ihre Augen sein, sie waren leuchtend grau und sehr groß unter einer Spur von Lidschatten, was das einzige zu erkennende Make-Up war, doch seitdem ich sie sah, bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass manche Frauen eine Ausstrahlung haben, welche einen unwiderstehlichen Glanz auf alles an ihnen wirft. […] Ihr Gang war flüssig, vollkommen weiblich, jedoch nicht überzogen, und ich bemerkte ihre hohen, glänzenden Schuhe. Sie waren sauber, obwohl Milando ein Morast war und ich kein Auto vorfahren gehört hatte.“1)

Ihren Titel „Traumhexe“ verdankt sie ihrem Auftritt in Träumen von Menschen, der meist eine veränderte und verzerrte Version der Realität darstellt, zum Beispiel erweckt sie unbelebte Dinge zum Leben. In What Lurks Among the Dunes beschreibt der Protagonist in Tagebucheinträgen seine Träume von Yidhra: „Sie ist da. Es ist Nacht in der Wüste, der Mond ist voll, unnatürlich perfekt, der Himmel hat ein leuchtendes, weiches Indigo. Sie ist da mit den Dingen, die mit ihr durch die Dünen streifen, den mit Büschen bewachsenen Dünen, welche sich in endlosen Reihen zum grinsenden Mond schlingen. Ihre Silhouette flackert, als große Flügel vom böse grinsenden Mond tief zu ihrem wunderschönen Körper herabschießen.“2)

  • Manipulation von Träumen
  • Schweben
  • Gedankenkontrolle 3)
  • Erschaffung von Illusionen - „[…] [D]ie uralten Bücher berichten, das meiste, was man von ihr sieht, sei Illusion. […] Ein Glanz, gezogen über die furchteinflößende Realität. Nur der Innere Zirkel, die aus Yidhra Geborenen und die auserwählt waren, ihr Blut mit ihrem zu mischen, um sie zu erneuern und neues Leben zu bringen, nur jene sehen ihre wahre Form.“ 4)
  • Anpassung durch Blut-Aufnahme
  • Unsterblichkeit - „Sie ist Teil von Leben und Tod und der Erde selbst. […] Sie nimmt nur, was sie braucht. Sie wurde mit dem Leben selbst geboren, als das Leben wuchs, wuchs sie auch, als das Leben sich änderte, änderte sie sich auch.“ 5)
  • Schutz - „Sie ist real. Sie tut Dinge. Siehst du die Obstgärten? […] Wir hatten letzte Nacht einen Wind von 50 Meilen pro Stunde.“ 6)
  • Kontrolle über viele Hüllen - „[…] Yidhra hat nur eine Seele, aber Körper besitzt sie viele, versteckt in den Dschungeln des Südens, in den kargen Eiswüsten im Norden, in den Wüsten hinter den westlichen Meeren.“ 7)

Yidhra ist eng mit ihren Kulten verknüpft, da sie das Blut ihrer Kultmitglieder benötigt, um sich weiterzuentwickeln und am Leben zu bleiben. Dabei wird entweder ein Blutopfer dargebracht oder wenn nötig verschmilzt Yidhra mit einem bestimmten Mitglied und kann so jegliche Erscheinungsform von den Lebewesen annehmen, mit denen sie bereits verschmolzen ist. Es ist davon auszugehen, dass sie mit jedwedem Lebewesen einmal verschmolzen ist.

Die Kultisten sehen Yidhra als Schlüssel zur Unsterblichkeit und als Schutzgöttin, da sie Ernten und Tiere schützen sowie Kultisten unsterblich machen kann, indem sie mit ihr verschmelzen. Ihre Kulte sind klein und breiten sich nicht aus, da Yidhra nicht an einer Form von Herrschaft interessiert ist - nur am Leben selbst.

Einige alt eingesessene Nomaden und Indianerstämme beteten sie seit jeher unter dem Namen „Yee-Tho-Rah“, der Erdenmutter, an. Für diese Stämme war sie die Muttergöttin und Schöpferin allen Lebens. Entgegen anderer Kulte oder alter Religionen war sie als Frau die Krone der Schöpfung und hatte keinen Mann: Sie steht alleine an der Spitze ihres Götter-Stammbaums.

Yidhras Kulte haben außerdem ein Symbol für sie, welches seit Urzeiten überliefert wurde. Dieses Symbol besteht aus mehreren Teilen. Der Rahmen bildet sowohl ein stilisiertes Y (stehend für Yidhra oder Yee-Tho-Rah) als auch einen Pflanzenspross, der das Leben symbolisiert. Die beiden Kreise sind sowohl ein Unendlichkeitszeichen, welches ihre Unsterblichkeit und den Zyklus von Leben und Tod in ihr verankert aufzeigt als auch eine weibliche Brust, da sie schon vor Urzeiten als „Erdenmutter“ bekannt war. Das Symbol befindet sich auf Schmuckstücken von Kultisten wie Ringen und Ketten. Einige Kultmitglieder brennen oder tättowieren sich das Symbol wahlweise auch auf die Haut.

Madame Yi ist eine asiatische Frau, die sehr hager und dünn ist, lediglich bekleidet mit einem altertümlich anmutenden weißen Gewand. Ihre Füße sind nicht sichtbar, man hört keine Schritte von ihr. Es liegt nahe, dass sie schwebt. Sie ist blass, im Gesicht weiß geschminkt mit blutroten Lippen, bei denen nicht klar ist, ob es ein Lippenstift ist, oder das Blut ihrer Opfer. Sie hat wallende schwarze Haare, zu einem langsam Pferdeschwanz gebunden, im Kontrast zu ihrer Hautfarbe. Am markantesten sind ihre Fingernägel, welche eine enorme Länge aufweisen und als Waffen fungieren. Der Avatar, verleibt sich ausschließlich Männer ein, welche ihr von den Frauen in ihrem Kult angeboten werden.

Kult

Madame Yi hat einen Kult in China, wird aber ausschließlich von Frauen angebetet, da sie nur ihnen als Mutter gilt; Männern ist sie im grundsätzlichen feindlich gesonnen. Oftmals opfern die Frauen ihr Männer als Nahrung, sonst leben sie zusammen wie eine große Familie mit ihr.

Herkunft

Sylvia ist die Anführerin eines Yidhra-Kultes, welcher in „Predator“ beschrieben wird. Die Vermutung, dass sie ebenfalls ein direkter Avatar von Yidhra ist, liegt sehr nahe aufgrund mehrerer Faktoren wie ihres Erscheinungsbildes:

„[I]hr Haar schimmert wie Gold und ihre Stimme ist wie eine silberne Fanfare in der Ferne - Ihre Robe ist wallend, wenn sie auf jeden Winkel ihres Körpers trifft und jede Bewegung ist reine, ewig währende Weiblichkeit. Doch im Tageslicht wirkt sie oftmals blass und ihre Stimme kann nahezu blechern sein.“ 8)

Oder aufgrund ihrer Wirkung auf den Kult, insbesondere dem Protagonisten, der sich offensichtlich in sie verliebt hat:

„Ich finde die Zeremonien zwar sehr bewegend, aber es ist nicht Yidhra, an die ich glaube, sondern an Sylvia. […] Ich denke, sie ist ein wenig wahnsinnig, aber es ist wunderschöner Wahnsinn. […] Ich denke, sie wird langsam etwas kränklich, aber sie ist noch immer so lieblich. […] Der Polizist, der gestern Nacht kam, war wirklich feindselig, bis Sylvia mit ihm sprach und er ihrem Charme erlag. […] Sie wirkt wie eine traumhafte, mittlerweile weit entfernte Frau.“9)

Kult

Sylvia selbst ist nur an ihrem Kult interessiert und hält ihn zusammen: Niemand darf ihn verlassen, sonst verschwindet diese Person. Was mit diesen passiert, ist nicht klar, eventuell werden sie an eine Dienerrasse von Yidhra übergeben oder dienen ihr als unfreiwilliges Blutopfer. Ansonsten scheint sie Menschen im Allgemeinen wohlgesonnen zu sein, da sie kein unschuldiges Blut vergießt, wenn es nicht nötig ist, und wie zuvor bereits erwähnt auch einen Polizisten nicht tötete, obwohl er gegen den Kult aus unbekannten Gründen ermittelte.

Herkunft

Xothra „Die Verschlingerin“, ist ein Avatar von Yidhra über dessen genaue Erscheinung nichts bekannt ist, außer dass sie tief in der Erde lebt, beziehungsweise dort schläft und jede Art von Lebewesen verschlingt, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Dazu zählen Große Alte, Ältere Götter und Äußere Götter, wenn sie sterben. Sie ist auch diejenige, die sie schließlich wieder gebiert.

Fähigkeiten

  • Verschlingen toter Entitäten
  • Gebären jener Entitäten

Kult

Es gibt keine Kulte, welche Xothra anbeten.

Herkunft

Y'hath ist eine Entität und ein Avatar von Yidhra, der im Himmel fliegend lebt, genaueres über ihn ist nicht bekannt. Hiermit bildet er das Gegenstück zum Avatar Xothra.

Kult

Es gibt keinen Kult der Y'hath anbetet.

Herkunft

  • Schrift von Dem verrückten Lama von Prithom-Yang
  • In The Thing in the Library wird behauptet, sie sei eine Große Alte. Dies kollidiert jedoch mit der geläufigen Interpretation von ihr als Äußere Göttin, die für das Leben steht, weswegen dies zu bevorzugen ist.
  • Yidhras Name wird verblüffend oft in Gedichten in „Where Yidhra Walks“ erwähnt.
  • Im Gegensatz zu der Göttin selbst scheinen ihre Kulte deutlich gewaltbereiter zu sein als sie.
  • Es ist möglich, dass Yidhra in Traumvisionen oftmals von Xa'ligha und/oder Tru'nembra begleitet wird. Die sie umgebende Melodie erinnert stark an die beiden Wesenheiten.
  • Man kann davon ausgehen, dass die Jungfrau Maria, ein Avatar von Yidhra ist. Dafür sprechen die unbefleckte Empfängnis und die „Engel“, die sie begleiteten.10)
  • Den Legenden über Xothra nach können Große Alte, Ältere Götter und Äußere Götter sterben. Das Phänomen des Todes unter Mythosgöttern, welches hin und wieder in Geschichten aufgegriffen wird, erfährt dadurch eine Erklärung.
  • Die Schlangenmenschen wurden ebenfalls von Yidhra erschaffen/geboren. Hier hat Yig ihr seine Essenz geschenkt (in Form einer Schuppe). Daraus gebar sie ihm aus seiner eigenen Essenz und der Essenz des Lebens die Schlangenmenschen.

1)
Originaltext (DeBill: Where Yidhra Walks): „[…] I didn't notice the sound of the door until I saw the bartender's eyes staring past me and heard the dead silence at the tables. […] When I did turn, I faced the most attractive woman I have ever seen. I didn't know then what fascinated me about her and I don't know now. She was tall, very slender, even angular but graceful. […] The long oval face with its short straight nose and almost solemn mouth was pretty, but she was beautiful far beyond any sum of physical attributes. At the time I thought it might be her eyes, they were a luminous gray and very large below a trace of eye shadow which was the only discernable makeup, but since then I have come to believe that some women have a force of soul which casts an irresistible glamour over whatever features they possess. […] Her walk was fluid, utterly feminine but not exaggerated and I noticed her high shiny boots were clean, though Milando was a quagmire outside and I didn't hear a car pull up.“
2)
Originaltext (DeBill: What Lurks Among the Dunes): „She is there. It is night in the desert, the moon is full, preternaturally brilliant, the sky a lucid indigo and soft. She is there, with the things that scurry among the dunes, the brush-topped enigmatic dunes that stretch away in the endless ranks to the leering moon. Her figure flickers as great wings swoop low above her, passing between her exquisite form and the evil, grinning moon.“
3)
Vergleiche DeBill: „Predator“
4)
Originaltext (DeBill: Where Yidhra Walks): „[T]he ancient books say that what you see is largely illusion. […] A Glamour cast over a far more terrifying reality. Only the inner circle, those born of Yidhra and those chosen to mingle their blood and seed with her to renew her and bring forth new life, only those see her true form.“
5)
Originaltext (DeBill: Where Yidhra Walks): She's part of life and death and the earth itself, […] She takes only what she needs. She was born with life itself, and as life grew she grew, as life changed she changed.
6)
Originaltext (DeBill: Where Yidhra Walks): „She is real. She does things. You saw the orchards […]; we had fifty mile an hour winds night before now.“
7)
Originaltext (DeBill: Where Yidhra Walks): „[…] Yidhra remains one in soul, for in body she is many, hidden in the jungles of the south, the icy wastes of the north, and the deserts beyond the western sea.“
8)
Originaltext (DeBill: Predator): „[H]er hair is shimmering gold and her voice is a silver trumpet far away - the robe softens the angularity of her figure and every movement is pure, eternal femininity. Yet in daylight she often seems quite plain and her voice is almost brassy.“
9)
Originaltext (DeBill: Predator): „I do find the ceremonies very moving but it's not Yidhra I believe in, it's Sylvia. […] I think she's a bit mad, but it's a beautiful madness. […] I think she's geting rather morbid, but she's still so charming. […] The policeman who came last night, was really hostile until Sylvia got hold of him and turned on the charm […] She's like a dreamlike, distant figure to me.“
10)
vgl. Xa'ligha und Tru'Nembra. Letzterer trägt den Beinamen „Engel der Musik“
  • aeussere_goetter/yidhra.txt
  • Zuletzt geändert: 18.12.2016 13:10 Uhr
  • von blackdiablo